naja … alter Wein in neuen Schläuchen
Für den Preis hätte ich schon mal ein durchgängig farbiges Werk mit professionellen Bildern erwartet. Die SW-Abbildungen sind z.T. zu klein und fast unkenntlich, da zu dunkel.
Mir deucht dieses Bucher eher, dass hier jemand seine mit Registriertzeichen versehenen Sportarten, Beschäftigungsideen und »Mentaltraining« verkaufen möchte.
Man muss nicht mit Tabu-Zonen und körperlicher Bedrohung arbeiten, um einen folgsamen Hund zu erhalten. Als Wattebällchenwerfer bediene ich mich nicht der positiven Bestrafung (»Leinenimpuls« – nett, wie man einen Leinenruck noch umschreiben kann … ), sondern halte mich an ordentliche Vorarbeit. Negatives mit Positivem belegen, statt zu »korrigieren«.
Für »Extremjäger« wird Schleppleinentraining mit Stachelhalsband empfohlen. Bei Empfehlungen dieser Art (Stachelhalsband oder »Leinenimpuls) wird auch gleich entschuldigend erklärt, dass das nicht tierschutzwidrig sei, denn auch Rehe und Hasen unterliegen ja dem TSchG. Und da muss man eben mal zu anderen Mitteln greifen.
Einerseits werden «Patentrezepte» Verurteilt, andererseits stellt man uns Longiertraining, La-Ko-Ko und ZOS aber als eben solches vor.
La-ko-ko findet seinen Ursprung bei Linda Tellington-Jones, die mit dem Labyrinth und der Doppelführung mit Halsband und Halti konzentriertes Arbeiten vermittelt. Allerdings ohne «Impulse» am Halti. In diesem Buch soll Fehlverhalten gleich mit «Impuls» unterbunden werden. Hilft das nicht, so soll man «Morsen» – 3 bis 4 schnell hintereinander gegebene Rucke am Halti.
Am schlimmsten war allerdings die Einarbeitung des Clickers in dieses Buch – ich habe selten so etwas am Thema vorbei gelesen, wie das. Springt man doch zu gerne auf den Zug mit dem «Click" auf – ohne allerdings mit dem nötigen Hintergrund und dem passenden Ziel.
Alles in allem: Ein Buch, in dem ständig Abbruch, Gewaltanwendung, Führungsrollen und negative Einwirkungen propagiert werden.
Wir haben fast 1,5 m Bücher, aber das sind die besten 3 cm (Rückenstärken gemessen)
Während andere vielfach immer theoretische Lösungen für einen, zugegeben Maßen, Großteil der Hunde anbieten, wird von Thomas Baumann hier ein geschlossenes Konzept für alle Hunde vorgestellt. Dass dazu auch die von ihm und seiner Frau entwickelten Auslastungsmodelle vorgestellt werden, ist doch normal, oder? Vor allem, wenn man die Auslastung von Hunde zur artgerechten Haltung rechnet und zur Therapie zur Vermeidung von auffälligen Verhalten dient.
Er zeigt der »Wattebäuschchenwerferfraktion« ihre Grenzen auf, wenn sie diese auch nicht immer wahrhaben wollen. Wenn schon die antiautoritäre Erziehung bei Kindern nicht geklappt hat, kann man es doch trotzdem noch einmal beim Hund ausprobieren. Vielleicht klappt es bei denen! Und das bei einem Lebewesen, dass unbedingt hierarchische Strukturen für sein Wohlbefinden braucht.
Wenn Thomas Baumann aus seinem reichhaltigen praktischen Erfahrungsschatz heraus, jetzt ein umfassendes Sachbuch über Hundeerziehung schreibt, kann man das nur begrüßen. Wenn man jedoch ein Bilderbuch erwartet, dann hat man das Buch und den Sinn dieses Buches nicht verstanden. Hier geht es um Ausbildung, Erziehung und Verhaltenskorrektur von Hunden. Wie man dieses mit Bildern besser als mit Worten darstellen kann, kann ich mir nicht vorstellen. Wenn man mehr Bilder erwartet, dann sollte man lieber ein Video kaufen.
Wer das Schleppleinentraining (dessen langfristige positive Wirkung im Übrigen auch von Bloch propagiert wird) verteufelt, muss auch Alternativen anbieten. Praktikable Alternativen. Und es ist nun einmal so, dass auch Rehe, Hasen und Vögel vom Tierschutzgesetz geschützt werden. Auf keiner Seite dieses Buches, werden die von Baumann entwickelten Auslastungsmodelle als Patentrezept erwähnt. Sie (die Auslastung) ist Teil der artgerechten Hundehaltung, aber nur ein Teil.
Er verschließt sich in dem Buch keiner Ausbildung- und Erziehungsmethode – er kritisiert nur die Fachleute, die ihre als die einzig Richtige bezeichnen. Eine »Empfehlung« für Stachelhalsbänder habe ich nicht gelesen, ich habe nur gelesen, dass die Anwendung durch den Fachmann oder -frau für Extremfälle nicht ausgeschlossen wird.
Was sollen zwei Leinen am Hund (»Tellington-Jones, die mit dem Labyrinth und der Doppelführung mit Halsband und Halti konzentriertes Arbeiten vermittelt«), wenn man sie nicht einsetzt. Und ob man es nun Leinenimpuls oder wie auch immer nennt, man macht doch keine zwei Leinen an den Hund, weil man zeigen will, dass man sich das leisten kann!
Es ist schon erstaunlich, was alles selektiv wahrgenommen werden kann.
Ich kann dieses Buch für alle empfehlen, die nicht unter der Einschränkung des Horizonts leiden. Sachliche Kritik habe ich bei den negativen Rezensionen nicht erkennen können.
Eins der besten …
… Bücher zum Thema Hundeerziehung. Ich kann mich hier nur den vorhergehenden Rezensionen anschließen. Endlich eins der wenigen Bücher in meiner »Hundebibliothek« dass in den Vordergrund rückt wo der Hund seinen Platz hat und zwar an der Seite seines Menschen resp. seiner Familie. Ja Sozialverträglichkeit ist wichtig aber darüber hinaus sollte man nicht vergessen das der Hund in die Familie gehört und nicht in die breite Öffentlichkeit. Und wer es von Anfang an richtig macht, braucht höchst wahrscheinlich auch dieses Buch nicht nur für alle die einen »Methodenüberblick« mit genauer Anleitung zum Nachmachen suchen ist dies durchaus ein empfehlenswertes Buch. Selbst wenn es den Besuch in der Hundeschule oder beim Trainer nicht ersetzen kann. Anregungen gibt es auf alle Fälle. So zum Beispiel Schleppleine, Handfütterung, Zielobjektsuche, Duales Führsystem, Longieren … war übrigens das erste Buch in dem ich dazu eine genaue Beschreibung gefunden habe. Das einzige was ich tatsächlich schade finde ist, dass viele Bilder in Schwarz-Weiß gehalten sind ansprechender hätte ich Farbe gefunden eigentlich würde das ein Punktabzug bedeuten aber der Inhalt ist meiner Meinung nach gelungen und macht sogar die Schwarz-Weiß Fotos wieder gut.
Ein wichtiges Buch
Das neue Buch von Thomas Baumann glänzt mit exzellenten Inhalten, die sowohl Anfängern, als auch Fortgeschrittenen zu empfehlen sind.
Dass der Autor polarisiert, sieht man an den Rezensionen.
Doch ist es im Hundewesen wie in der Politik: alles was links oder rechts der Mitte aktiv ist, kann punktuell Gutes leisten, ist aber häufig kritisch oder gar gefährlich. Diesen Vorwurf müssen sich auch Wattebäuschchenwerfer gefallen lassen, denn wer behauptet, man müsse bei problematischem Hundeverhalten einfach nur Negatives mit Positivem belegen, muss mit dem Vorwurf der Kompetenzschwäche leben können.
»MUSTHAVE« für jeden Hundebesitzer
Ein Buch – sowohl für Anfänger als auch für Hundeerfahrene. Es ist flüssig geschrieben und daher wirklich zum Lesen geeignet. Auch gut strukturiert und daher als Nachschlagewerk ebenso wichtig. Thomas und Ina Baumann verstehen es, ihre Erfahrungen so zu formulieren und auf den Punkt zu bringen, dass man auch als Anfänger sehr gut zurechtkommt. Dieses Buch sollte auch jeder Hundetrainer lesen, denn es zeigt viele Möglichkeiten auf, wie man bei verschiedenen unerwünschten Verhalten entgegenwirken kann. Ich kann dieses Buch nur wärmstens empfehlen.
Die Beste Hilfe für meinen Hund … Erstmal vorweg: Nur vier Sterne, weil ich noch nicht ganz durch bin ;)
Ich finde, dass Thomas Baumann einer der Besten ist. Ich habe schon Seminare von ihm mitgemacht – und Bücher von Anderen »Hundetrainern« gelesen. Er steht (mit Bloch) in meiner Favoritenliste ganz oben.
Ich weiÃ…
Der Inhalt enspricht dem Titel Es ist so wie es ist. Jung lernt es sich besser. Bei Hunden nicht anders. So genau und detailiert hat es jedoch bis jetzt noch keiner in einem Buch verfasst, wie es Thomas Baumann tut.
Was mich als Hundetrainer besonders überzeugt hat ist die Tatsache, dass er nicht für ein Problem die absol…
2.)Auf und davon Martina Nau (Autor/in) Cadmos; 2008 Broschiert
prima Buch Auch wenn ich bereits einiges wusste, hat das Buch geholfen, den Hund zu »lesen«. Jetzt kann ich deutlich früher in das Geschehen eingreifen. Nur wenn uns das Wild vor der Nase herspringt, habe ich immer noch keine Chance … Aber wir geben nicht auf :-D
3.)Alter Angeber! Gisela Rau (Übersetzer/in), Karen B. London (Autor/in), Patricia B. McConnell (Autor/in) Kynos; 2008 Broschiert
Wieder mal empfehlenswert Wie alle Bücher, die ich von der Autorin gelesen habe, finde ich auch dieses kleine Büchlein wieder Klasse. Sie versteht wirklich, was in Hunden vorgeht und verhilft dem Besitzer zu dem Verständnis, das er braucht, damit sein Hund glücklich wird. Die Bücher von ihr sollten Pflichtlektüre we…
Suuuuuper … Gestern wurde sie endlich geliefert und natürlich sofort angeschaut.
Ich finde die die Anleitungen zum Longieren super aufgebaut, wirklich wie ein Seminar. Ich denke,damit gibt's keine Probleme. Zubehör ist auch schon da. Ich werde es mit meiner Gumminase am Wochenende testen.