Ach, so läufts?!
Da bin ich aber froh, nicht die ultimative Gebrauchsanweisung für den musikalischen Erfolg erwartet zu haben ;o) Liest man denn das Ganze als eine Art Kurzlektüre, ist es gut. Haben einem kleine Einblicke ins wahre Musikbusiness gefehlt, ist es sogar klasse. Was man aber auf jedem Fall als Quintessenz erlesen kann, ist, dass man für Erfolg mehr tun muss, als Demos zu versenden und auf ein Wunder zu hoffen. Und das ist eine Menge wert.
Sehr interessant – Aber viele Tippfehler
Ich habe die deutsche Variante des KLF Handbuch gelesen.
Es ist in so fern interessant, das es einen Einblick hinter
die Kulisen des Musikgeschäftes. Inhaltlich sehr interessant,
ein MUSS fuer Musikfreaks.
Aber leider ist der Preis fuer so ein duennes Buch sehr hoch
angesiedelt. Ausserdem wimmelt es in der deutschen Ausgabe
nur so von Tippfehlern die wirklich auffallen.
Ein bischen mehr Mühe haette sich der Verlag da wirklich geben
koennen.
PFLICHTLEKTUERE!
Also noch einmal: Leute, die sich darueber pikieren, dass das buch in einigen Aspekten nicht up to date ist, oder dass die Infos sich auf England beschraenken, haben es leider nicht gerafft. Darum geht es nicht! Das Buch lebt von der zynischen Sicht auf ein schizophrenes und von ganz bestimmten Mechanismen kontrolliertes Business, da ist es voellig egal, ob in England oder sonstwo auf 2"-Maschinen oder Memorysticks aufgenommen wird. Die weisen KLFs haben es vor 15 Jahren auf den Punkt gebracht: so sieht es einfach mal aus! Meiner Meinung nach das einzige, was man lesen muss, um dahinterzusteigen. Alles andere ist hoechstens noch Zweitlektuere.
Endlich!
Nach langer Zeit des Suchens habe ich durch Zufall die deutsche Ausgabe diese Buchs in die Hand bekommen und es in ein paar Stunden gelesen. Funktioniert prima, da es nicht sehr dick und kleinformatig ist.
Aber nun zum Inhalt, den dieser darf wie bei Büchern von Bill Drummond nie zu ernst genommen werden. Dies soll eine Gebrauchsanweisung für Einsteiger ins Musikgeschäft sein. BD behauptet er und Jimmy Cauty hätten es genau so getan, und es hätte wunderbar funktioniert, siehe The Timelords mit »Doctor in the tardis«.
Es wird mit sehr Ironie und Sinn für das Detail beschrieben wie man vorzugehen hat, von der Idee, das man eine Platte machen will, bis zu dem Zeitpunkt wo man besagtes Produkt in den Händen hält. Eine Pflichtlektüre für jeden der sich für Musik und das dazugehörige Geschäft interessiert. Wobei ich Glaube das die englische Version einfach noch witziger ist, deshalb auch nur 4 Sterne.
Das ironisch an diesem Ganzen ist, das schreibt BD in einem Nachwort, das eine Band Namens Edelweiß aus Österreich, vielleicht kann sich noch jemand an diese Kapelle von Anfang der 90ziger erinnern, sich genau an dieses Handbuch gehalten hat und mit »Bring me Edelweiß« damals weltweit einen Monsterhit landete.
In diesem Fall lieber die englische Ausgabe kaufen
»The Manual« von Jimmy Cauty und Bill Drummond aka The KLF ist mittlerweile ein Klassiker der Pop-Literatur. Diese Anleitung zum schnellen Nr. 1-Hit kann man als Satire auf die ganzen »How to … «-Ratgeber, als süffisanten Blick aufs Popbiz, als Seitenhieb auf die naiven oder abgehobenen Vorstellungen von Musik-Presse, Musikern und Konsumenten bezüglich der Mechanismen der Musikbranche, oder … tatsächlich als Ratgeber lesen.
Die deutsche Ausgabe des Verlags »Die Gestalten« ist aber recht schwach. Es ist schlimm, wenn ein Übersetzer schlampig arbeitet und anscheinend weder des Deutschen noch des Englischen
vollständig mächtig ist, und dazu noch fehlerhafte Anmerkungen einfügt (der amerikanische Schwiegermütter-Elvis Pat Boone wird bei ihm zum Engländer !). Schlimmer jedoch ist, wenn ein Verlag diese Übersetzung nicht vernünftig redigiert.Dieser Aufwand wäre für ein dünnes Büchlein, das für diesen Preis verkauft wird, doch vertretbar gewesen.
Tip: Bei Amazon gibts auch die englischsprachige Ausgabe, nur unwesentlich teurer !