Veröffentlichungen des Seminars für Versicherungswissenschaft der Universität Hamburg und des Vereins zur Förderung der Versicherungswissenschaft in Hamburg e.V. Reihe A Rechtswissenschaft Heft 93 Herausgeber Professor Dr. Manfred Werber Professor Dr. Gerrit Winter Der Geschäftsbesorgungsgedanke im Versicherungsvertragsrecht von Dr. Tibor S. Pataki JL V VW TT KARLSRUHE Inhaltsübersicht Inhaltsverzeichnis XI Abkürzungsverzeichnis XIX Literaturverzeichnis XXIII Einleitung 1 1. Teil: Der Versicherungsvertrag als Geschäftsbesorgungsverhältnis 3 1. Kapitel: Die Geschäftsbesorgungskonzeption 3 A. Herleitung des Geschäftsbesorgungscharakters 3 I. Die Prämienfondsfunktion des Versicherers 3 II. Vorsorgefunktion des Versicherers 6 III. Rechtliche Aufteilung des Versicherungsvertrages 7 IV. Gefahrenverbleib bei der Versicherungsgemeinschaft 8 V. Begrenzung des Geschäftsbesorgungscharakters auf den mit dem Versicherungsvertrag verbundenen Beratungsteil 10 VI. Ökonomische Aspekte der Versicherung 10 B. Kritische Betrachtung des Geschäftsbesorgungskonzeptes 13 I. Fehlende juristische Fundierung der Argumentation 13 II. Vernachlässigung der mit Abschluß eines Versicherungsvertrages einhergehenden Risikosituation des Versicherers 14 III. Vernachlässigung der Stellung des Versicherers als Wettbewerber 18 IV. Unzureichende Festlegung des Geschäftsbesorgungs- gegenstandes 20 V. Grenzen der Aussagefähigkeit betriebswirtschaftlicher Vorgänge für die juristische Beurteilung eines Lebens- sachverhaltes 26 2. Kapitel: Inhalt des Versicherungsvertrages 27 A. Vertragsinhalt kraft Parteivereinbarung 28 I. Ausdrückliche Vereinbarung über die Rechtsnatur des Versicherungsvertrages 28 II. Konkludente Willenserklärung 30 III. Normative Auslegung der Willenserklärungen 31 IV. Zwischenergebnis 34 VII B. Vertragsinhalt kraft ergänzender Vertragsauslegung 34 I. Vorliegen einer Regelungslücke 34 II. Lückenfüllung 34 3. Kapitel: Die Gefahrengemeinschaft 35 A. Historische Entwicklung des Versicherungswesens 38 B. Die Gefahrengemeinschaft als gesellschaftsrechtliche Größe 42 C. Gefahrengemeinschaft als Solidaritätsgemeinschaft oder als Instrumentarium der Kollektivberechnung 43 D. Zwischenergebnis 51 4. Kapitel: Die Optimierung der Versicherungsprämie als Leistung des Versicherers 51 A. Darstellung der Auffassung Prölss' 52 I. Optimierung der Nettoprämie 52 II. Optimierung des Kostenanteiles der Prämie 54 III. Berücksichtigung des Gewinnanteiles an der Versicherungsprämie 54 IV. Charakter des Optimierungsgebots 55 B. Kritische Betrachtung 55 I. Fehlende Begründung der Optimierungsverpflichtung des Versicherers 56 II. Fehlende Aussagefähigkeit der optimalen Nettoprämie 58 III. Fehlende Aussagefähigkeit der gesetzlichen Vorschriften 62 IV. Fehlende Berücksichtigung der Marktleistung des Versicherers 64 C. Weitergehende Ansätze für das Vorliegen einer Optimierungspflicht 67 I. Aufsichtsrecht als Transparenzregulativ 67 II. Die Prämienanpassung als Komponente zur Sicherung einer optimalen Prämie? 68 III. Die Ermittlung des Rückkaufswertes gemäß § 176 Abs. 3 Satz 1 W G als Indiz für das Vorliegen einer optimalen Prämie 71 IV. Optimierungspflicht aus einem partiarischen Rechtsverhältnis 72 V. Optimierungspflicht als Inhalt eines Geschäftsbesorgungs- vertrages 72 D. Fazit 74 5. Kapitel: Nachschußverpflichtung des Versicherungsnehmers 75 A. Herleitung und Rechtsgrundlage der Nachschußverpflichtung 75 I. Entstehungsgründe für einen versicherungstechnischen Fehlbetrag 75 VIII II. Zuordnung des versicherungstechnischen Fehlbetrages III. Fehlende Alternative zu einer Nachschußverpflichtung IV. Aufwendungsersatzanspruch des Versicherers gemäß §§ 670, 675 BGB als Rechtsgrundlage für die Nachschuß- verpflichtung des Versicherungsnehmers B. Nachschußverpflichtung des Versicherungsnehmers als nicht interessengerechte Alternative I. Relevanz der Nachschußverpflichtung II. Interesse des Versicherungsnehmers an der Planbarkeit seiner Finanzdispositionen III. Korrelation zum Versichererinteresse C. Ergebnis 6. Kapitel: Legislative Reformansätze des Versicherungsvertragsrechts A. Inhalt des vorgelegten Gesetzesentwurfes B. Kritische Würdigung des Gesetzesentwurfes I. Die Risikoschwankungsreserve II. Die Kapitalschwankungsreserve III. Vorliegen von Interessenwidersprüchen? IV. Verfassungsrechtliche Bedenken 2. Teil: Der Versicherungsvertrag als Treuhandverhältnis 1. Kapitel: Reichweite einer treuhänderischen Bindung A. Treuhänderische Bindung bezüglich des Risikoanteiles der Prämie B. Treuhänderische Bindung bezüglich des Sicherheitszuschlages bei der (Kapital-) Lebensversicherung C. Treuhänderische Bindung bezüglich des Sparanteiles der (Kapital-) Lebensversicherungprämie 2. Kapitel: Dogmatische Begründung für das Vorliegen eines Treuhandverhältnisses A. Begriffsbestimmung der Treuhand B. Das Treuhandverhältnis als Folge eines Geschäfts- besorgungsvertrages I. Darlegung der Ausgangssituation II. Vertragliche Bindung als Mittelpunkt für die fiduziarische Treuhand 118 C. Treuhandverhältnis aus dem Vorliegen einer Gefahrengemeinschaft 121 D. Die Treuhandvereinbarung 124 I. Gefahrengemeinschaft als Voraussetzung für die Annahme einer Treuhand? 124 II. Die Treuhandabrede als Ausgangspunkt für das Vorliegen eines Treuhandverhältnisses 125 III. Die Treuhandabrede bei Versicherungsverträgen mit reiner Risikoprämie 130 IV. Die Treuhandabrede hinsichtlich der Risikoprämie bei der Lebensversicherung mit Überschußbeteiligung 132 V. Die Treuhandabrede hinsichtlich des Sicherheitszuschlages bei der (Kapital-) Lebensversicherung 133 VI. Die Treuhandabrede bei Versicherungen mit Vereinbarung einer Beitragsrückerstattung 193 VII. Die Treuhandabrede bei der Kraftfahrzeugversicherung 194 VIII. Die Treuhandbeziehung bezüglich des Sparanteiles bei der Kapitallebensversicherungsprämie 195 3. Teil: Der Versicherungsvertrag als Hedge-ähnlicher Risikovertrag 203 1. Kapitel: Darlegung der Argumentation Schwintowskis 203 2. Kapitel: Kritische Betrachtung 205 A. Der Risikogedanke beim Versicherungsvertrag und beim Hedge-Geschäft 206 B. Verschiedenheit der Vertragszwecke 207 C. Unterschiede im Leistungsinhalt 209 D. Die Risikogemeinschaft der Versicherungsnehmer als Stillhalter 209 E. Erhöhung der Wagnisbereitschaft 210 4. Teil: Der Versicherungsvertrag als gegenseitiger Vertrag 213 5. Teil: Auswirkungen des Untersuchungsergebnisses auf die rechtliche Praxis 219 6. Teil: Ergebniszusammenfassung 223