temporäre Geistbewegungen
Ja, er bewegt auch uns – wenn wir es zulassen. Ich ließ es zu und folgte dem Autor in die Höhen und Tiefen der menschlichen Wesenheit; ich staunte, schmunzelte, dachte: ja, ja, oder aha, ich lachte herzlich, war tief bewegt und berührt; mein Geist war wach und angeregt … Wie schön, dass meine Gedanken mal wieder aus den gewohnten Gleisen sprangen! Danke, Herr Gronbach für dieses Lesefest, ich bin begeistert und habe zum Erstenmal ein Buch gleich zweimal gelesen und für dieses Erlebnis gebe ich dem Buch 5 Sterne.
von Fieuvogel
Die Provokation ist gelungen, die Mission nicht …
Dieses Buch halte ich für ein bemerkenswertes Eigentor für die Sache der Anthroposophie. Gronbach bekennt sich dazu, provozieren zu wollen, nicht politisch korrekt zu sein. Das gelingt ihm auch – aber das kann jeder. Er zeigt damit immerhin Mut und gibt einige interessante Anstöße zum Diskutieren und Nachdenken. Darin sehe ich das Positive dieses Buches.
Befremdlich ist jedoch, wie er sich und seinesgleichen als Elite, als Menschen mit »veredelter Persönlichkeit« hinstellt: Als Herrenmensch, auch wenn er dieses Wort nicht gebraucht. Er begründet die Zugehörigkeit zu dieser Gruppe nicht mit der Rasse, sondern mit dem Erreichen einer höheren geistigen Ebene. Alle, die diese Ebene nicht erreicht haben, sind »naiv und damit tendenziell gefährlich«, »strunzdumm« – »ganz, ganz arme Socken« eben. Wer ihm nicht folgen kann oder will, ist schlicht noch nicht soweit.
Eine Szene kommt mir bei der Lektüre immer wieder in den Sinn: Zu Beginn des Buches schildert Gronbach die Begegnung mit einem neuen Klassenkameraden, der mit »billigsten Taschenspielertricks« die Herzen der Mitschüler erobert. Er hasst ihn, weil er in ihm sich selbst erkennt. Heute hat Gronbach bessere (rhetorische) Tricks drauf, aber in meinen Augen sind das immer noch Taschenspielertricks. Damit konnte er keine Sympathien für Steiners Ideen bei mir wecken.
Zu den vom Autor an sich selbst entdeckten »überdurchschnittlichen kognitiven, emotionalen und physischen Merkmalen« will auch nicht passen, dass das Buch zahlreiche grammatikalische Fehler enthält.
Fazit: Gronbach will der Menschheit (und damit auch mir) dienen; ich möchte gern darauf verzichten.
Selbstüberschätzung
Dies Werk ist ein Ergebnis einer offenkundigen und noch dazu auch selbstverliebten Hybris (Selbstüberschätzung). Wer weiteres mehr oder
weniger verdauliches von diesem Autor lesen will, der studiere zu allererst einmal seinen wöchentlichen Blog, den Michael Eggert einmal
treffend als die Ergüsse eines Welterweckungspredigers 'Pater' Gronbach bezeichnete.
Dass der Autor neben seiner Tätigkeit für die Zeitschrift 'Info3' auch noch 'der' Kulturbeauftragte des Arbeitszentrums NRW (der Anthroposophischen Landesgesellschaft Deutschland)ist, tut ein übriges, um gewaltige Zweifel an seiner egomanischen Vision bzw. Mission aufkommen zu lassen.
Wer sich als Anthro-Funktionär so solipsistisch aus dem Fenster lehnt, der muß – wohl oder übel – auch berechtigte Kritik an seinem Erstlingswerk einstecken können.
Sinnlich und Über-Sinnlich
»Rudolf Steiners Anthroposophie versteht sich nicht nur als Lehre, sondern auch als eine Methode, eigenständig Forschung auf geistigem Gebiet zu betreiben. Ziel ist ein individueller, aber dennoch systematischer Zugang zu Phänomenen der übersinnlichen Welt«, so steht es bei Wikipedia. Ich weiß nicht ob das eine zutreffende Beschreibung ist, aber wenn es so ist, dann hat Sebastian Gronbach in seinem Buch genau das getan, er hat eigenständige und systematische Forschung auf geistigem Gebiet betrieben, und noch einen drauf gelegt, in dem er sich nicht nur mit Phänomenen der übersinnlichen Welt, sondern auch mit Phänomenen der sinnlichen Welt beschäftigt hat. Er stellt dabei – anthropozentrisch – den Menschen in den Mittelpunkt, und beginnt bei sich selbst und seiner persönlichen Mission – wo auch sonst könnte er beginnen –, ohne dabei jedoch anthro (oder ego) -zentrisch zu sein. Vom »Beweis« über das »Sofa« in den »Schatten« zur »Entscheidung« bis an die »Grenze« und drüber hinaus zur »Elite« und der »Sünde« weiter zur »Erleuchtung« – die Kapitelüberschriften machen deutlich, dass Gronbach kein Tabuthema auslassen möchte, mit dem vollem Risiko ins Fettnäpfchen zu treten. Doch anders als mit vollem Risiko und einer unter die Haut gehenden Offenlegung ist diese seine Mission nicht zu machen, und auch nicht zu haben, und der persönliche Mut, mit dem er diesen Weg beschreitet, ist ebenso beeindruckend wie die spannenden und immer wieder überraschenden Inspirationen seines Buches. Ich bin – auch durch dieses Buch – mehr denn je davon überzeugt, dass sich das Über-Persönliche oder auch Über-Sinnliche erst durch das Persönliche und Sinnliche offenbaren kann (und nicht daran vorbei), und eine sehr persönliche Offenbarung dessen was Menschsein bedeuten kann sind Gronbachs »Missionen«.
Innenräume
Wie schwer ist es über seinen eigenen Schatten zu springen, ihn ins Licht zu heben ?
Wenn wir Menschen begegnen, vielleicht Freunden, was zeigen wir ihnen von uns und was zeigen sie von sich ?
S.Gronbach versucht in diese »Dunkelräume« Licht zu bringen, er macht die Mülltone auf und schaut was darinnen ist. Wenn eine Mülltonne lange nicht geleert worden ist, wie bestialisch der Gestank …
Er selber zeigt sich in diesem Buch als »Mensch der er IST«: mit Licht und Schattenseiten und wagt tiefe Blicke in die Abgründe und Freuden des MENSCHEN.
Ein Buch in dem man »Grundlegendes« und »Bedeutsames« erfahren kann.
0.)Integrale Vision Karin Petersen (Übersetzer/in), Ken Wilber (Autor/in) Kösel-Verlag; 2009 Gebundene Ausgabe
Eine Landkarte des eigenen Selbst und der Welt In seinem Buch »Integrale Vision« hat sich Ken Wilber nichts Geringeres vorgenommen, als uns eine »umfassende Landkarte« von uns selbst und der Welt, in der wir leben, zu geben, damit wir im 21. Jahrhundert navigieren können. Auch wenn man diesem Unterfangen skeptisch gegenübersteht, lohnt …
1.)Geistes-Gegenwart Conrad Schaefer (Übersetzer/in), Jaap van de Weg (Autor/in) Urachhaus; 2007 Broschiert
2.)Marie des Brebis Corinna Tramm (Übersetzer/in), Christian Signol (Autor/in) Urachhaus; 2007 Gebundene Ausgabe
Ein Leben voller Gefühl Noch nie zuvor ist es mir gelungen durch das Lesen eines Buches so intensiv in eine Geschichte einzutauchen wie in die der Marie des Brebis.
Ihre Lebensgeschichte steckt voller Magie und Intensität.
Ihre tiefe Verbindung zur Natur und zu den Menschen wurde trotz aller durchlittener Trauer …
Eine neue Sprache Zu Marshall Rosenberg bin ich über das Buch »Reklamationen beim Universum« gekommen. Seine Idee von der Wolf/Giraffen-Sprache und sein lebenslanger Einsatz für eine Gewaltfreie Kommunikation hat mir sehr berührt.
Daher habe ich dieses Buch gekauft. Das Ergebnis seiner Forschungsarbeit …
Lohnt sich sehr Der Film hat mir 110 hochinteressante und anregende Minuten beschert. Das Thema Rudolf Steiner und seine Wirkung ist von R. Sünner filmisch m. E. hervorragend umgesetzt worden. Die Kontroverse um den Rassismusvorwurf in Steiners Werk wird aufgenommen, die sachliche Zwiespältigkeit in Steiners D…